Heute kann eine Gruppe von Freunden zusammensitzen, während mehrere Personen gleichzeitig auf ihre Telefone schauen. Nachrichten, Fotos, soziale Netzwerke und Benachrichtigungen konkurrieren ständig um Aufmerksamkeit.
Auf einem typischen Foto aus den 1970er-Jahren gibt es diesen visuellen Mittelpunkt nicht.
Die Menschen schauen einander an, stehen nebeneinander oder posieren direkt für die Kamera.
Fotografiert wurde trotzdem
Natürlich waren Fotos auch damals wichtig.
Der entscheidende Unterschied bestand darin, dass eine Aufnahme deutlich weniger spontan war als heute. Man verwendete analoge Kameras, Filme mussten entwickelt werden und die Zahl der Bilder war begrenzt.
Dadurch hatte ein einzelnes Foto einen anderen Stellenwert.
Man fotografierte nicht automatisch jeden Kaffee, jedes Essen oder jede kurze Alltagssituation. Eine Aufnahme entstand häufiger an einem besonderen Tag, bei einer Feier, im Urlaub oder bei einem Treffen.
Was alte Fotos über den Alltag erzählen
Historische Fotos zeigen nicht nur Menschen und Kleidung.
Sie zeigen auch, wie sich Gewohnheiten und Prioritäten verändert haben.
