Ainsley kam um den Tisch herum, kniete vor meinem Stuhl nieder und legte beide Hände auf meine.
„Das hast du, Papa. Jetzt lass mich dir etwas zurückgeben.“
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Einer der Beamten in der Nähe des Eingangs gab ein leises Geräusch von sich, das ich wohlwollend als Räuspern bezeichnen möchte.
Ich blickte meine Tochter an und sah jemanden, den ich vorher noch nie richtig gesehen hatte: nicht mein Kind, sondern eine Person, die sich im Gegenzug für mich entschieden hatte.
Ich blickte meine Tochter an und sah jemanden, den ich vorher noch nie so richtig wahrgenommen hatte.
„Was, wenn ich durchfalle?“, fragte ich. „Ich bin 35, Bubbles. Ich werde mit Kindern in einer Klasse sitzen, die in dem Jahr geboren wurden, in dem ich meinen Abschluss gemacht habe.“
Ainsley lächelte, und zwar auf ihre schönste Art, ihr volles Lächeln, das, das ihr aus den Samstagmorgen-Cartoons ähnelte. „Dann finden wir eine Lösung“, sagte sie. „So wie du es immer getan hast.“
Sie drückte einmal meine Hände, dann stand sie auf.
Die Beamten verabschiedeten sich kurz darauf. Der größere von ihnen schüttelte mir an der Tür die Hand und sagte: „Viel Glück, Sir“, und zwar in einem Ton, der es auch so meinte.
Ich sah zu, wie ihr Streifenwagen vom Bordstein wegfuhr, und stand noch eine Minute im Türrahmen, nachdem die Rücklichter verschwunden waren.
„Was, wenn ich scheitere?“
***
Drei Wochen später fuhr ich zum Universitätscampus zur Orientierungsveranstaltung. Ich war nervös.
Ich war mindestens zehn Jahre älter als alle anderen auf dem Parkplatz. Meine Stiefel passten überhaupt nicht auf einen Universitätscampus. Ich stand mit meiner Mappe voller Unterlagen vor dem Haupteingang und fühlte mich so deplatziert wie schon lange nicht mehr.
Ainsley saß neben mir. Sie hatte sich den Vormittag von ihrem Nebenjob freigenommen, um mit mir herzufahren, was ich ihr gegenüber als unnötig bezeichnet hatte und wofür ich ihr insgeheim dankbar war. Sie sollte dort bereits mit einem Stipendium studieren.
Ich war nervös.
Ich warf einen Blick auf das Gebäude. Die Studenten gingen gerade durch die Türen. Ich betrachtete das ganze große, ungewohnte, etwas beängstigende Gebilde, in das ich gleich hineingehen würde.
„Ich weiß nicht, wie ich das machen soll, Bubbles.“
Ainsley hakte ihre Hand bei mir ein.
„Du hast mir das Leben geschenkt. Und jetzt gebe ich dir deins zurück. Du schaffst das, Papa. Du kannst es!“
Wir sind zusammen hineingegangen.
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