Die Autorin Yse d’Ailhaud de Brisis vom Imperial College London erklärte: „Dies ist zwar eine gute Nachricht für ältere Erwachsene mit Adipositas, unsere Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen unter 40 Jahren weiterhin höher ist als bei Gleichaltrigen mit normalem BMI.
Frühe Lebensstiländerungen, Vorsorgeuntersuchungen und gegebenenfalls eine medikamentöse Behandlung sollten für diese jüngere Gruppe in Betracht gezogen werden, um langfristige, durch Adipositas bedingte Herz-Kreislauf-Komplikationen zu verhindern.“
Lakshya Jain von der School of Public Health des Imperial College London fügte hinzu: „Diese aktuelle Analyse legt nahe, dass die beobachtete Angleichung der Cholesterin- und Blutdruckwerte zwischen adipösen Personen über 40 und solchen mit normalem BMI größtenteils auf Statine und andere weit verbreitete Medikamente zur Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos zurückzuführen ist.“
„Dies ist ein bedeutender Erfolg für die öffentliche Gesundheit, den wir angesichts der Entwicklung neuer Medikamente zur Gewichtsreduktion nicht aus den Augen verlieren dürfen.“ Professor Bryan Williams, Chief Scientific and Medical Officer der British Heart Foundation, kommentierte die Studie wie folgt: „Diese Studie unterstreicht einen bedeutenden Erfolg im Bereich der öffentlichen Gesundheit: Sie zeigt, wie wirksam moderne Behandlungen von Bluthochdruck und Cholesterin geworden sind. Viele über 40-Jährige mit Adipositas erreichen mittlerweile Werte, die denen von Normalgewichtigen ähneln.“
„Dies verdeutlicht die Bedeutung von Strategien zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, den Einsatz weit verbreiteter und hochwirksamer Medikamente sowie die Wichtigkeit der Einhaltung der ärztlichen Verordnung.“
„Doch wir dürfen den Kern der Sache nicht aus den Augen verlieren. Diese Medikamente sind aufgrund der schädlichen Auswirkungen von Adipositas auf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen notwendig.“ Darüber hinaus beeinträchtigt Adipositas den Körper auf vielfältige Weise und erhöht das Risiko für andere Gesundheitsprobleme, darunter Diabetes, Nierenerkrankungen und bestimmte Krebsarten.
„Daher ist dieser Fortschritt zwar ermutigend, doch die Prävention und Reduzierung von Adipositas würde zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen, in vielen Fällen ohne die Notwendigkeit dieser zusätzlichen Medikamente.“
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